Druckluft-Membranpumpen

Druckluft-Membranpumpen kommen überall dort zum Einsatz, wo Medien selbstansaugend, trockenlaufsicher und ohne elektrischen Anschluss gefördert werden.

FLUX-Druckluft-Membranpumpen stehen in Massivbauweise (RFM) und gespritzter Ausführung (FDM) zur Verfügung – mit Förderströmen bis 1.040 l/min und Drücken bis 8,6 bar, für nahezu alle Medien von dünnflüssig bis hochviskos oder abrasiv.

Technische Daten vergleichen

Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten

RFM-Serie

Massivbauweise

FDM-Serie

Gespritzte Ausführung

Zubehör

Membrane, Pulsationsdämpfer, Ersatzteile

Überblick

FLUX-Druckluft-Membranpumpen sind oszillierende Verdrängerpumpen, die rein pneumatisch arbeiten – kein elektrischer Anschluss erforderlich.

Die RFM-Serie in Massivbauweise fördert bis 375 l/min bei bis zu 7 bar, die FDM-Serie in gespritzter Ausführung bis 1.040 l/min bei bis zu 8,6 bar. Beide Serien sind selbstansaugend und trockenlaufsicher. Baureihe FDM ist auch für den Ex-Bereich erhältlich.

Selbstansaugend & trockenlaufsicher

Kein Befüllen notwendig, sicherer Betrieb auch ohne Medium.

Pneumatischer Antrieb

Kein Stromanschluss, stufenlose Regelung über Luftmenge. Kostengünstig.

Breiter Einsatzbereich

Bis 1.040 l/min, bis 8,6 bar, bis 15.000 mPas, Feststoffe bis 50 mm

Zertifizierungen

Ex-Schutz (ATEX), FDA (je nach Ausführung)

Vorteile

Selbstansaugend und trockenlaufsicher

Kein Befüllen nötig – Saughöhe bis 4,5 m trocken, bis 9,5 m produktgefüllt.

Kein Stromanschluss nötig

Rein pneumatischer Antrieb – Ex-Bereich-geeignet, keine elektrische Installation erforderlich.

Feststoffe bis 50 mm

Auch abrasive, viskose und feststoffhaltige Medien – schonende Verdrängungsförderung.

FDA- und Ex-zertifiziert

Hygieneanwendungen in Lebensmittel und Pharma – RFM mit FDA-Zertifizierung. FDM auch in Ex-Ausführung möglich.

Einsatzgebiete

Typische Anwendungen und Einsatzgebiete der FLUX Druckluft-Membranpumpen.

Chemie & Petrochemie

Aggressive Säuren, Laugen und Lösungsmittel – in beständigen Kunststoff- oder Metallgehäusen.

Farben & Lacke

Viskose Lacke, Klebstoffe und Beschichtungen – schonende Verdrängungsförderung ohne Scherkräfte.

Lebensmittel & Pharma

FDA-zertifizierte Materialien – RFM-Version in Massivbauweise für hygienisch sensible Prozesse.

Abwasser & Umwelttechnik

Abwasser, Schlämme und feststoffhaltige Medien – selbstansaugend, trockenlaufsicher.

Ex-geschützte Bereiche

Brennbare Medien und Lösungsmittel – ATEX-zertifiziert, kein elektrischer Anschluss erforderlich.

Oberflächentechnik

Beizbäder, Eloxalflüssigkeiten und Galvanikmedien – hohe Chemikalienbeständigkeit durch PTFE und PVDF.

Druckluft-Membranpumpen im Praxiseinsatz

Viskose und thixotrope Farben sicher fördern

Fingermalfarbe fördern: Viskose, thixotrope Farben sicher pumpen mit Druckluftmembranpumpe FDM 25

Kalkmilch verschleißarm aus IBCs fördern

Kalkmilch sicher und effizient aus IBCs fördern – mit Druckluftmembranpumpe für abrasive Medien.

Schlamm pumpen und Schmutzwasser fördern

In der Wasser- und Abwassertechnik müssen abrasive Schlämme sowie Schmutz- und Brauchwasser abgepumpt werden.

Medienbeispiele

Druckluft-Membranpumpen von FLUX fördern aggressive, abrasive, viskose und leicht brennbare Medien. Die passende Ausführung richtet sich nach Medium, Feststoffanteil, Temperatur, Viskosität und Ex- oder FDA-Anforderung. Hier einige Beispiele:

FDM 12 – gespritzte Ausführung, Kunststoff- und Metallversion
  • Alkohole im Pharmabereich
  • Benzine
  • Chlorbleichlauge
  • Reinigungsmittel
  • Beizen
  • Abwasser
  • Abrasive Medien
  • Viskose Medien
FDM 25 – gespritzte Ausführung für höhere Fördermengen
  • Alkohole im Pharmabereich
  • Benzine
  • Chlorbleichlauge
  • Reinigungsmittel
  • Beizen
  • Abwasser
  • Leicht brennbare Medien
  • Medien mit festen Partikeln bis 3,2 mm
FDM 80 – gespritzte Ausführung für große Volumenströme
  • Abwasser
  • Beizen
  • Reinigungsmittel
  • Benzine
  • Chlorbleichlauge
  • Abrasive Medien
  • Viskose Medien
  • Medien mit festen Partikeln bis 9,5 mm
RFM 10 – Massivbauweise, PP/PTFE
  • Hochkonzentriertes Natriumhypochlorid
  • Chlorhaltige Medien
  • Abwasser von Industriehärtemaschinen
  • Lösemittelgemische
  • Beizbäder
  • Leicht brennbare Medien
  • Medien mit festen Partikeln
RFM 25 – Massivbauweise, PP/PTFE
  • Hochkonzentriertes Natriumhypochlorid
  • Chlorhaltige Medien
  • Abwasser von Industriehärtemaschinen
  • Lösemittelgemische
  • Beizbäder
  • Leicht brennbare Medien
  • Medien mit festen Partikeln
RFM 40 – Massivbauweise für chemisch belastete Medien
  • Hochkonzentriertes Natriumhypochlorid
  • Chlorhaltige Medien
  • Abwasser von Industriehärtemaschinen
  • Beizbäder
  • Abrasive Medien
  • Medien mit festen Partikeln bis 7,5 mm
  • Viskose Medien

Wissen und Technik

Die Auswahl der richtigen Druckluft-Membranpumpe hängt vom Medium, dem benötigten Förderdruck und der Werkstoffanforderung ab. Die folgenden Abschnitte erklären das Funktionsprinzip, die Unterschiede zwischen den Serien und die verfügbaren Werkstoffe.

Funktion und Aufbau der FLUX Druckluft-Membranpumpe

FLUX-Druckluft-Membranpumpen sind oszillierende Verdrängerpumpen, die aus zwei Pumpengehäusen und einem Steuergehäuse bestehen. In den Pumpengehäusen befinden sich senkrecht stehende Membranen, die zentrisch mit einer Welle verbunden sind und sich simultan zueinander bewegen.

Über die druckluftregulierte Steuereinheit sorgt die Welle für das gleichzeitige Vollpumpen und Entlüften der inneren Membrankammern. Wird Luft in eine Kammer gedrückt, bewegt sich die Membrane nach außen – die verbindende Schaltwelle zieht die gegenüberliegende Membrane nach innen und erzeugt einen Ansaugvorgang. Anschließend wechselt die Richtung, und der Prozess wiederholt sich kontinuierlich.

  • Selbstansaugend & trockenlaufsicher: Kein Befüllen, sicherer Betrieb auch ohne Medium
  • Pneumatischer Antrieb: Kein Stromanschluss, stufenlose Regelung über Luftmenge
  • Schonende Förderung: Verdrängungsprinzip – auch für viskose, abrasive und feststoffhaltige Medien
  • Leistungskennwerte: Bis 1.040 l/min, bis 8,6 bar, Saughöhe bis 9,5 m (produktgefüllt)

Druckluft-Membranpumpen im Vergleich (Auswahl)

Die wichtigsten Kennwerte und Merkmale ausgewählter Druckluft-Membranpumpen im Überblick. Weitere Modelle finden Sie in der vollständigen FDM- bzw. RFM-Serie.

Merkmal
RFM 10
RFM 25
RFM 40
FDM 12
FDM 25
FDM 80
Förderstrom max. 30 l/min 110 l/min 375 l/min 55 l/min 178 l/min 1040 l/min
Förderdruck max. 15 bar 15 bar 15 bar 7 bar 8 bar 8 bar
Viskosität max. 30.000 mPas 80.000 mPas 100.000 mPas 15.000 mPas 15.000 mPas 15.000 mPas
Saughöhe trocken 3 m 3 m 4 m 7,6 m 6,0 m 4,2 m
Bauweise Massivbauweise Massivbauweise Massivbauweise Gespritzt Gespritzt Gespritzt
Werkstoffe PP, PTFE PP, PTFE PP, PTFE PP, PVDF, Acetal, AL, VA PP, PVDF, AL, VA AL, VA, GG
Ex-Schutz
FDA ✓  ✓  ✓ 
Ideal für Kleinmengen, Chemie Mittlere Mengen Hoher Druck, Industrie Vielseitig Mittlere Mengen Großvolumig
  RFM 10 RFM 25 RFM 40 FDM 12 FDM 25 FDM 80

Der max. Förderstrom ist ein Prüfstandswert, gemessen mit Wasser bei 20 °C am Druckstutzen der Pumpe, ohne Anbauteile (Schlauch, Zapfpistole, Durchflussmesser). Der praktisch erzielbare Förderstrom ist kleiner und hängt von der individuellen Anwendung, den Medieneigenschaften sowie der Pumpenkonfiguration ab. Angaben mit Axialrotor, sofern nicht anders angegeben.

Technische Daten im Detail (Auswahl)

Druckluft-Membranpumpen der Baureihen FDM und RFM decken ein breites Spektrum an Medien ab. Die passende Ausführung richtet sich nach Medium, chemischer Beständigkeit, Feststoffanteil, Viskosität und Einsatzumgebung.

Pumpenwerkstoffe und typische Einsatzbereiche
Werkstoff Verfügbare Baureihen Typische Einsatzbereiche
Polypropylen FDM 07, FDM 12, FDM 25, RFM 10, RFM 25, RFM 40 Chemikalien, Reinigungsmittel, Abwasser, viskose Medien
PVDF FDM 12, FDM 25 Aggressive Medien, chemisch anspruchsvolle Anwendungen
PTFE RFM 10, RFM 25, RFM 40 Hochaggressive Medien, Beizbäder, chlorhaltige Medien
Acetal leitfähig FDM 07, FDM 12 Leicht brennbare Medien, kompakte Ex-Anwendungen
Aluminium FDM 12, FDM 25, FDM 80 Industrieanwendungen, Kraftstoffe, abrasive und viskose Medien
Edelstahl FDM 12, FDM 25, FDM 80 Chemie, Pharma, Kosmetik, Lebensmittel-nahe Anwendungen
Grauguss FDM 80 Große Fördermengen, robuste Industrieanwendungen

 

Anschlüsse / Adapter
Baureihe Druckstutzen Saugstutzen
FDM 07 3/4 NPTF 1/4 NPTF, G 1/4
FDM 12 1/2" NPT 1/2" NPT
FDM 25 G 1 oder Flansch 1" G 1 oder Flansch 1"
FDM 80 G 3 G 3
RFM 10 G 3/8 G 3/8
RFM 25 G 1 G 1
RFM 40 G 1 1/2 G 1 1/2

 

Leistungs- und Medienvergleich
Baureihe Förderdruck max. Feststoffgröße max. Viskosität max. Besonderheit
FDM 07 8,6 bar 1,6 mm 15.000 mPas Sehr kompakt, geringer Luftverbrauch
FDM 12 7 bar 2,4 mm 15.000 mPas Kunststoff- und Metallausführung
FDM 25 8 bar 3,2 mm 15.000 mPas G- oder Flanschanschluss
FDM 80 8 bar 9,5 mm 15.000 mPas Für sehr hohe Fördermengen
RFM 10 7 bar 2 mm 15.000 mPas Massivbauweise, FDA-Version verfügbar
RFM 25 7 bar 3 mm 15.000 mPas Für chemisch belastete Medien
RFM 40 7 bar 7,5 mm 15.000 mPas Große Feststofftoleranz in Massivbauweise

 

Ausführungen und Zertifizierungen
Serie Ausführung Charakteristik
FDM gespritzte Ausführung Vielseitige Standardbaureihe für Industrie, Chemie, Abwasser und Ex-Anwendungen
RFM Massivbauweise Dickwandiger Aufbau für hohe chemische Beständigkeit und Temperaturbelastung
FDM Ex Ex-Ausführung verfügbar Für leicht brennbare Medien und explosionsgefährdete Bereiche
RFM FDA FDA-Version verfügbar Für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an Werkstoffe und Mediensicherheit
RFM mit Klappventil optional verfügbar Für feststoffbelastete Medien und robuste Förderaufgaben

 

Massivbauweise oder gespritzte Ausführung?

Die Wahl zwischen RFM und FDM hängt von der Anwendung ab:

Die RFM-Serie in Massivbauweise eignet sich besonders bei hohen Ausgangsdrücken und Anforderungen an minimale Diffusion. Der dickwandige Aufbau ist nahezu diffusionsdicht und reduziert Passivkorrosion. Universelle chemische Beständigkeit durch ein Gehäuse im Werkstoff PTFE möglich. Verbundmembranen mit integriertem Metallkern sorgen auch bei hohen Drücken für Langlebigkeit.

Die FDM-Serie in gespritzter Ausführung bietet die größere Werkstoffvielfalt – von Kunststoff bis Metall – und höhere Förderströme bis 1.040 l/min. Ein integrierter Schalldämpfer sorgt für geräuscharmen Betrieb. In Verbindung mit FLUXTRONIC® und Hubzähler eignet sich die FDM auch für Dosierprozesse.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Druckluft-Membranpumpen.

Für welche Gebinde sind FLUX Druckluft-Membranpumpen geeignet?

Flux Druckluft-Membranpumpen werden typischerweise an IBCs (~ 1.000 l) oder Tanks größer 1.000 l eingesetzt. Dank selbstansaugender Technik sind sie als Prozesspumpe universell integrierbar. Einbauhinweise siehe Maßblatt und Technische Daten.

Können Druckluft-Membranpumpen trockenlaufen?

Ja. FLUX Druckluft-Membranpumpen sind trockenlaufsicher und können auch ohne Fördermedium betrieben werden. Das ermöglicht einen sicheren Einsatz, wenn die Flüssigkeitszufuhr zeitweise unterbrochen ist. Ein dauerhafter Trockenlauf sollte vermieden werden, da die Membranen bei längerer Belastung verschleißen können.

Weiterführende Informationen: Druckluft-Membranpumpen – Produktübersicht Broschüre „Druckluft-Membranpumpen“ (PDF)

Müssen elektrisch leitfähige FLUX FDM/RFM Druckluft-Membranpumpen immer mit Massekabel eingesetzt werden?

Dies hängt von der Aufstellung ab.

  • Falls die Pumpe über leitfähige Schrauben (z. B. Edelstahl) mit dem Erdreich (Erde) verbunden ist, ist kein Massekabel notwendig.
  • Besteht keine leitfähige Verbindung, muss die Pumpe mit einem Massekabel geerdet werden.
Wann sollten Druckluft-Membranpumpen gereinigt und gewartet werden?

Reinigen und warten Sie eine FLUX Druckluft-Membranpumpe regelmäßig, um Sicherheit und Förderleistung dauerhaft sicherzustellen. Spülen Sie die Pumpe vor, falls sie mit Medien, die zu Kristallbildung neigen, eingesetzt wird. Prüfen Sie Membranen, Ventile und Schläuche in festgelegten Intervallen. Ersetzen Sie Verschleißteile rechtzeitig, um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten.

Voraussetzungen: (lesen Sie hierzu auch unbedingt die Sicherheitshinweis zur Reinigung und Wartung)

  • Führen Sie die Reinigung ausschließlich außerhalb explosionsgefährdeter Bereiche durch.
  • Entleeren und reinigen Sie die Pumpe nach jeder Benutzung, um Rückstände und Kristallbildungen zu vermeiden.
  • Trennen Sie die Druckluftzufuhr vor allen Reinigungs- und Wartungsarbeiten.

Pumpe reinigen:

  • Spülen Sie die Pumpe mit geeignetem Reinigungsmittel (Beständigkeitsliste), lassen Sie sie im Kreislauf laufen und spülen Sie anschließend mit sauberem Reinigungsmittel nach.
  • Prüfen Sie Membranen, Ventilkugeln, O-Ringe und Schläuche regelmäßig auf Betriebssicherheit.

Wartung; Tipps und Hinweise:

  • Führen Sie mindestens einmal jährlich eine Wartung durch, insbesondere bei Dauerbetrieb oder bei Förderung abrasiver/aggressiver Medien.
  • Reduzieren Sie die Wartungsintervalle bei starker Belastung.
  • Halten Sie die gesetzlichen Prüfvorschriften ein (z. B. DGUV Vorschrift 3 in Deutschland).
  • Verwenden Sie ausschließlich FLUX Original-Ersatzteile, um Funktionssicherheit und Gewährleistung zu erhalten.
  • Reparaturen an Ex-geschützten Pumpen dürfen nur durch FLUX Service oder autorisierte Fachkräfte erfolgen.

Mehr erfahren: Betriebsanleitung RFM, Kapitel 6 „Reinigung und Wartung“ Betriebsanleitung FDM, Kapitel 6 „Reinigung und Wartung

Warum müssen FLUX Druckluft-Membranpumpen elektrisch leitfähig sein, wenn sie im Ex-Bereich oder für brennbare Flüssigkeiten eingesetzt werden?

Der Einsatz in Zone 1, Kategorie 2 erfordert Ex-geschützte Druckluft-Membranpumpen. Obwohl sie mit Druckluft und nicht mit Strom betrieben werden, müssen Druckluft-Membranpumpen für den Ex-Bereich elektrisch leitfähig sein, damit sich im Inneren der Pumpe keine elektrostatische Aufladung bildet. Nur so wird Funkenbildung und eine mögliche Explosion im Ex-Bereich verhindert.

Was bedeutet selbstansaugend bei Druckluft-Membranpumpen?

Selbstansaugend bedeutet, dass die Pumpe ohne vorherige Befüllung der Saugleitung eigenständig Medium ansaugt. FLUX Druckluft-Membranpumpen erzeugen durch die wechselseitige Membranbewegung einen Unterdruck, der das Medium aus dem Gebinde ansaugt.

Praxisvorteile:

  • Kein manuelles Vorfüllen der Leitung nötig – wichtig bei intermittierendem Betrieb oder häufigem Gebindewechsel.
  • Trockene Saughöhen bis 4,5 m (FDM) bzw. 3 m (RFM 10) möglich.
  • Bei produktgefüllter Leitung steigt die Saughöhe auf bis zu 9,5 m (FDM).
  • Auch nach Trockenlauf saugt die Pumpe beim nächsten Kontakt mit Medium sofort wieder an.

Verwendete Produkte: FLUX FDM, FLUX RFM

Was ist eine Druckluft-Membranpumpe?

Eine FLUX Druckluft-Membranpumpe ist eine selbstansaugende Verdrängerpumpe, die durch Druckluft angetrieben wird. Zwei Membranen bewegen sich abwechselnd und fördern Flüssigkeiten schonend, sicher und mit gleichmäßigem Förderstrom.

Details & Technische Daten:

  • Funktionsprinzip: Druckluft steuert ein Ventil, das die beiden Membranen oszillieren lässt. Diese bewegen Flüssigkeit abwechselnd in die Pumpenkammern und weiter zum Auslass.
  • Förderleistung: bis 1040 l/min bei Viskositäten.
  • Eigenschaften: selbstansaugend, trockenlaufsicher, fördert auch Feststoffe, einfache Regelung der Fördermenge über den Luftdruck.
  • Werkstoffe: Kunststoff (PP, PVDF, PTFE) und Metall (Aluminium, Edelstahl) – Auswahl je nach Medium und Einsatzumgebung.
  • Vorteile: Dichtungslos, geringer Verschleiß, mobil und tragbar, einfache Installation, schnelle Wartung.
  • Geräuscharm durch integrierten Schalldämpfer.
  • Optional Pulsationsdämpfer: reduziert Pulsation um 60–80 %.
  • Einsatzbereiche: Chemie, Farben und Lacke, Kosmetik, Lebensmittel, Pharma, Wasseraufbereitung.

FDM Druckluft-Membranpumpen:

  • Vielseitig einsetzbar in unterschiedlichsten Industriebereichen.
  • Fördermedien: Chemikalien, Farben, Lacke, Lösungsmittel, Klebstoffe, Wasser & Abwasser u. a.
  • Versionen für den Betrieb im Ex-Bereich verfügbar

RFM Druckluft-Membranpumpen:

  • Speziell für Anwendungen mit höherem Gegendruck oder wenn ein erhöhter Ausgangsdruck gefordert ist.
  • Versionen für den Betrieb im Ex-Bereich verfügbar
  • FDA-zertifizierte Versionen verfügbar

Zertifizierungen: Ausführungen für den Ex-Bereich (ATEX) und für Hygiene-/Lebensmittelanwendungen (FDA/EG 1935/2004).

Welche Förderleistungen und Viskositäten erreichen Druckluft-Membranpumpen?

FLUX Druckluft-Membranpumpen fördern Medien bis 15.000 mPas Viskosität – auch mit Feststoffen, Schlämmen oder abrasiven Bestandteilen.

Förderleistungen nach Baureihe:

  • FDM (gespritzte Bauweise): Förderstrom bis 1.040 l/min, Betriebsdruck bis 8,6 bar. Feststoffgröße bis 50 mm. Gehäuse in PP, Acetal, PVDF, Aluminium, Edelstahl oder Grauguss.
  • RFM 10 (Massivbauweise): Förderstrom bis 30 l/min, Förderdruck bis 7 bar. Feststoffgröße bis 2 mm. Gehäuse in PP oder PTFE.
  • RFM 40 (Massivbauweise): Förderstrom bis 375 l/min, Förderdruck bis 7 bar. Feststoffgröße bis 7,5 mm (RFM 40) bzw. bis 50 mm (RFM 150). Gehäuse in PP oder PTFE.

Alle Baureihen sind selbstansaugend, trockenlaufsicher und dichtungslos. Der Förderstrom ist stufenlos über die Luftmenge regelbar.

Sind Druckluft-Membranpumpen für den Ex-Bereich geeignet

Ja. FLUX Druckluft-Membranpumpen sind in Ex-Ausführungen erhältlich. Sowohl die Druckluft-Membranpumpe vom Typ FDM (z.B. FDM 07) als auch RFM (z.B. RFM/RFML 10) gibt es in Versionen für den Betrieb im Ex-Bereich. Alle Druckluft-Membranpumpen für den Ex-Bereich ansehen.

Ausführungen im Vergleich:

  • FDM: Gespritzte Ausführung. Versionen für den Betrieb im Ex-Bereich erhältlich. Gehäusewerkstoffe: Polypropylen, Acetal leitfähig, Polyvinylidenfluorid, Aluminium, Edelstahl, Grauguss.

Förderstrom 1.040 l/min*, Förderhöhe 200 mWS*, Betriebsdruck 8,6 bar. 

  • RFM: Massivbauweise. Versionen für den Betrieb im Ex-Bereich erhältlich. Gehäusewerkstoffe: Polypropylen, Polypropylen leitfähig, Polytetrafluorethylen, Polytetrafluorethylen leitfähig.

Förderstrom 375 l/min*, Förderhöhe 70 mWS*, Betriebsdruck 7 bar. 

Wann ist eine Druckluft-Membranpumpe sinnvoll?

Eine Druckluft-Membranpumpe ist sinnvoll bei abrasiven, feststoffhaltigen oder korrosiven Medien. Sie ist selbstansaugend, trockenlaufsicher, dichtungslos und in Ex-geschützten und FDA-zertifizierten Varianten verfügbar.

FLUX Druckluft-Membranpumpen werden für anspruchsvolle Anwendungen eingesetzt.

FLUX Druckluft-Membranpumpen im Vergleich:

  • FDM (gespritzte Ausführung): Einsatz bei Alkoholen im Pharmabereich, Benzin, Chlorbleichlauge, Reinigungsmittel, Beizen und Abwasser. Ölfreier Betrieb, unempfindlich gegenüber Fremdstoffen in der Luft, hohe Förderleistung bis 1.040 l/min, verfügbar in Kunststoff- und Metallversionen, Ex-Varianten erhältlich.
  • RFM (Massivbauweise): Einsatz bei hochkonzentriertem Natriumhypochlorid, chlorhaltigen Medien, Abwasser aus Industriehärtemaschinen, Lösungsmittelgemischen und Beizbädern. Merkmale: dickwandiger Aufbau, nahezu diffusionsdicht, leiser Betrieb, hohe Lebensdauer bei abrasiven Medien, Förderstrom bis 375 l/min, Förderhöhe bis 70 mWS, FDA-zertifizierte und Ex-Versionen verfügbar.

Mehr erfahren: FLUX Druckluft-Membranpumpen Beständigkeitsliste für chemische Medien (Werkstoffauswahl) Datenblätter FDM und RFM (technische Details zu Förderstrom, Förderhöhe, Viskosität, Ex-Zulassung)

Was unterscheidet Einfachmembranpumpen von Doppelmembranpumpen?

Bei Doppelmembranpumpen arbeiten zwei Membranen gegenläufig: Während eine Membran ansaugt, fördert die andere. Das ergibt einen gleichmäßigeren Förderstrom und höhere Sicherheit gegen Leckage. FLUX Druckluft-Membranpumpen (FDM und RFM) sind als Doppelmembranpumpen konstruiert.

Unterschiede:

  • Doppelmembranpumpe: Zwei Membranen, gleichmäßigerer Pulsationsausgleich, redundante Sicherheit bei Membranbruch, höherer Förderstrom.
  • Einfachmembranpumpe: Eine Membran, einfacherer Aufbau, für geringere Fördermengen.

FLUX RFM-Pumpen in Massivbauweise verwenden Verbundmembranen mit integriertem Metallkern – das verlängert die Membranstandzeit auch bei hohen Drücken und abrasiven Medien.

Verwendete Produkte: FLUX FDM, FLUX RFM

Welche Druckluft-Membranpumeneignen sich für hygienische Anwendungen?

Für hygienische Anforderungen eignen sich die FLUX RFM Druckluft-Membranpumpen (Massivbauweise) in FDA-zertifizierten Versionen, z.B: RFM/RFML 10, RFM/RFML 15 und RFM/RFML 40.

Details:

  • Werkstoffe Gehäuse: Polypropylen (auch leitfähig), Polytetrafluorethylen (auch leitfähig).
  • Eigenschaften: Nahezu diffusionsdicht, geräuscharm, langlebig; Versionen mit Klappenventilen verfügbar.
  • Optionen (Dosieren/Steuerung): Zyklussteuerung über Magnetventil; Version mit eingebautem Hubzähler zur Nutzung mit FLUXTRONIC®.

Weiterführende Informationen: Druckluft-Membranpumpen – Produktübersicht FDA-zertifizierte Druckluft-Membranpumpen

Wie hoch ist die maximale Saughöhe von Druckluft-Membranpumpen?

Die maximale Saughöhe hängt davon ab, ob die Saugleitung bereits mit Medium gefüllt ist oder trocken ansaugt:

Saughöhe nach Baureihe:

  • FDM: trocken bis 4,5 m, produktgefüllt bis 9,5 m.
  • RFM 10: trocken bis 3 m, produktgefüllt bis 8 m.
  • RFM 40: trocken bis 4,5 m, produktgefüllt bis 8 m.

Voraussetzung für die maximale Saughöhe ist ein luftdichter Aufbau der Saugleitung. Bei höherviskosen Medien kann die tatsächliche Saughöhe niedriger ausfallen.

Verwendete Produkte: FLUX FDM, FLUX RFM 10, FLUX RFM 40

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