Druckluft-Membranpumpen

Druckluft-Membranpumpen kommen überall dort zum Einsatz, wo Medien selbstansaugend, trockenlaufsicher und ohne elektrischen Anschluss gefördert werden.

FLUX-Druckluft-Membranpumpen stehen in Massivbauweise (RFM) und gespritzter Ausführung (FDM) zur Verfügung – mit Förderströmen bis 1.040 l/min und Drücken bis 8,6 bar, für nahezu alle Medien von dünnflüssig bis hochviskos oder abrasiv.

Technische Daten vergleichen

Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten

RFM-Serie

Massivbauweise

FDM-Serie

Gespritzte Ausführung

Zubehör

Membrane, Pulsationsdämpfer, Ersatzteile

Überblick

FLUX-Druckluft-Membranpumpen sind oszillierende Verdrängerpumpen, die rein pneumatisch arbeiten – kein elektrischer Anschluss erforderlich.

Die RFM-Serie in Massivbauweise fördert bis 375 l/min bei bis zu 7 bar, die FDM-Serie in gespritzter Ausführung bis 1.040 l/min bei bis zu 8,6 bar. Beide Serien sind selbstansaugend und trockenlaufsicher. Baureihe FDM ist auch für den Ex-Bereich erhältlich.

Selbstansaugend & trockenlaufsicher

Kein Befüllen notwendig, sicherer Betrieb auch ohne Medium.

Pneumatischer Antrieb

Kein Stromanschluss, stufenlose Regelung über Luftmenge. Kostengünstig.

Breiter Einsatzbereich

Bis 1.040 l/min, bis 8,6 bar, bis 15.000 mPas, Feststoffe bis 50 mm

Zertifizierungen

Ex-Schutz (ATEX), FDA (je nach Ausführung)

Vorteile

Selbstansaugend und trockenlaufsicher

Kein Befüllen nötig – Saughöhe bis 4,5 m trocken, bis 9,5 m produktgefüllt.

Kein Stromanschluss nötig

Rein pneumatischer Antrieb – Ex-Bereich-geeignet, keine elektrische Installation erforderlich.

Feststoffe bis 50 mm

Auch abrasive, viskose und feststoffhaltige Medien – schonende Verdrängungsförderung.

FDA- und Ex-zertifiziert

Hygieneanwendungen in Lebensmittel und Pharma – RFM mit FDA-Zertifizierung. FDM auch in Ex-Ausführung möglich.

Einsatzgebiete

Typische Anwendungen und Einsatzgebiete der FLUX Druckluft-Membranpumpen.

Chemie & Petrochemie

Aggressive Säuren, Laugen und Lösungsmittel – in beständigen Kunststoff- oder Metallgehäusen.

Farben & Lacke

Viskose Lacke, Klebstoffe und Beschichtungen – schonende Verdrängungsförderung ohne Scherkräfte.

Lebensmittel & Pharma

FDA-zertifizierte Materialien – RFM-Version in Massivbauweise für hygienisch sensible Prozesse.

Abwasser & Umwelttechnik

Abwasser, Schlämme und feststoffhaltige Medien – selbstansaugend, trockenlaufsicher.

Ex-geschützte Bereiche

Brennbare Medien und Lösungsmittel – ATEX-zertifiziert, kein elektrischer Anschluss erforderlich.

Oberflächentechnik

Beizbäder, Eloxalflüssigkeiten und Galvanikmedien – hohe Chemikalienbeständigkeit durch PTFE und PVDF.

Druckluft-Membranpumpen im Praxiseinsatz

Viskose und thixotrope Farben sicher fördern

Fingermalfarbe fördern: Viskose, thixotrope Farben sicher pumpen mit Druckluftmembranpumpe FDM 25

Kalkmilch verschleißarm aus IBCs fördern

Kalkmilch sicher und effizient aus IBCs fördern – mit Druckluftmembranpumpe für abrasive Medien.

Schlamm pumpen und Schmutzwasser fördern

In der Wasser- und Abwassertechnik müssen abrasive Schlämme sowie Schmutz- und Brauchwasser abgepumpt werden.

Medienbeispiele

Druckluft-Membranpumpen von FLUX fördern aggressive, abrasive, viskose und leicht brennbare Medien. Die passende Ausführung richtet sich nach Medium, Feststoffanteil, Temperatur, Viskosität und Ex- oder FDA-Anforderung. Hier einige Beispiele:

FDM 12 – gespritzte Ausführung, Kunststoff- und Metallversion
  • Alkohole im Pharmabereich
  • Benzine
  • Chlorbleichlauge
  • Reinigungsmittel
  • Beizen
  • Abwasser
  • Abrasive Medien
  • Viskose Medien
FDM 25 – gespritzte Ausführung für höhere Fördermengen
  • Alkohole im Pharmabereich
  • Benzine
  • Chlorbleichlauge
  • Reinigungsmittel
  • Beizen
  • Abwasser
  • Leicht brennbare Medien
  • Medien mit festen Partikeln bis 3,2 mm
FDM 80 – gespritzte Ausführung für große Volumenströme
  • Abwasser
  • Beizen
  • Reinigungsmittel
  • Benzine
  • Chlorbleichlauge
  • Abrasive Medien
  • Viskose Medien
  • Medien mit festen Partikeln bis 9,5 mm
RFM 10 – Massivbauweise, PP/PTFE
  • Hochkonzentriertes Natriumhypochlorid
  • Chlorhaltige Medien
  • Abwasser von Industriehärtemaschinen
  • Lösemittelgemische
  • Beizbäder
  • Leicht brennbare Medien
  • Medien mit festen Partikeln
RFM 25 – Massivbauweise, PP/PTFE
  • Hochkonzentriertes Natriumhypochlorid
  • Chlorhaltige Medien
  • Abwasser von Industriehärtemaschinen
  • Lösemittelgemische
  • Beizbäder
  • Leicht brennbare Medien
  • Medien mit festen Partikeln
RFM 40 – Massivbauweise für chemisch belastete Medien
  • Hochkonzentriertes Natriumhypochlorid
  • Chlorhaltige Medien
  • Abwasser von Industriehärtemaschinen
  • Beizbäder
  • Abrasive Medien
  • Medien mit festen Partikeln bis 7,5 mm
  • Viskose Medien

Wissen und Technik

Die Auswahl der richtigen Druckluft-Membranpumpe hängt vom Medium, dem benötigten Förderdruck und der Werkstoffanforderung ab. Die folgenden Abschnitte erklären das Funktionsprinzip, die Unterschiede zwischen den Serien und die verfügbaren Werkstoffe.

Funktion und Aufbau der FLUX Druckluft-Membranpumpe

FLUX-Druckluft-Membranpumpen sind oszillierende Verdrängerpumpen, die aus zwei Pumpengehäusen und einem Steuergehäuse bestehen. In den Pumpengehäusen befinden sich senkrecht stehende Membranen, die zentrisch mit einer Welle verbunden sind und sich simultan zueinander bewegen.

Über die druckluftregulierte Steuereinheit sorgt die Welle für das gleichzeitige Vollpumpen und Entlüften der inneren Membrankammern. Wird Luft in eine Kammer gedrückt, bewegt sich die Membrane nach außen – die verbindende Schaltwelle zieht die gegenüberliegende Membrane nach innen und erzeugt einen Ansaugvorgang. Anschließend wechselt die Richtung, und der Prozess wiederholt sich kontinuierlich.

  • Selbstansaugend & trockenlaufsicher: Kein Befüllen, sicherer Betrieb auch ohne Medium
  • Pneumatischer Antrieb: Kein Stromanschluss, stufenlose Regelung über Luftmenge
  • Schonende Förderung: Verdrängungsprinzip – auch für viskose, abrasive und feststoffhaltige Medien
  • Leistungskennwerte: Bis 1.040 l/min, bis 8,6 bar, Saughöhe bis 9,5 m (produktgefüllt)

Druckluft-Membranpumpen im Vergleich (Auswahl)

Die wichtigsten Kennwerte und Merkmale ausgewählter Druckluft-Membranpumpen im Überblick. Weitere Modelle finden Sie in der vollständigen FDM- bzw. RFM-Serie.

Merkmal
RFM 10
RFM 25
RFM 40
FDM 12
FDM 25
FDM 80
Förderstrom max. 30 l/min 110 l/min 375 l/min 55 l/min 178 l/min 1040 l/min
Förderdruck max. 15 bar 15 bar 15 bar 7 bar 8 bar 8 bar
Viskosität max. 30.000 mPas 80.000 mPas 100.000 mPas 15.000 mPas 15.000 mPas 15.000 mPas
Saughöhe trocken 3 m 3 m 4 m 7,6 m 6,0 m 4,2 m
Bauweise Massivbauweise Massivbauweise Massivbauweise Gespritzt Gespritzt Gespritzt
Werkstoffe PP, PTFE PP, PTFE PP, PTFE PP, PVDF, Acetal, AL, VA PP, PVDF, AL, VA AL, VA, GG
Ex-Schutz
FDA ✓  ✓  ✓ 
Ideal für Kleinmengen, Chemie Mittlere Mengen Hoher Druck, Industrie Vielseitig Mittlere Mengen Großvolumig
  RFM 10 RFM 25 RFM 40 FDM 12 FDM 25 FDM 80

Der max. Förderstrom ist ein Prüfstandswert, gemessen mit Wasser bei 20 °C am Druckstutzen der Pumpe, ohne Anbauteile (Schlauch, Zapfpistole, Durchflussmesser). Der praktisch erzielbare Förderstrom ist kleiner und hängt von der individuellen Anwendung, den Medieneigenschaften sowie der Pumpenkonfiguration ab. Angaben mit Axialrotor, sofern nicht anders angegeben.

Technische Daten im Detail (Auswahl)

Druckluft-Membranpumpen der Baureihen FDM und RFM decken ein breites Spektrum an Medien ab. Die passende Ausführung richtet sich nach Medium, chemischer Beständigkeit, Feststoffanteil, Viskosität und Einsatzumgebung.

Pumpenwerkstoffe und typische Einsatzbereiche
Werkstoff Verfügbare Baureihen Typische Einsatzbereiche
Polypropylen FDM 07, FDM 12, FDM 25, RFM 10, RFM 25, RFM 40 Chemikalien, Reinigungsmittel, Abwasser, viskose Medien
PVDF FDM 12, FDM 25 Aggressive Medien, chemisch anspruchsvolle Anwendungen
PTFE RFM 10, RFM 25, RFM 40 Hochaggressive Medien, Beizbäder, chlorhaltige Medien
Acetal leitfähig FDM 07, FDM 12 Leicht brennbare Medien, kompakte Ex-Anwendungen
Aluminium FDM 12, FDM 25, FDM 80 Industrieanwendungen, Kraftstoffe, abrasive und viskose Medien
Edelstahl FDM 12, FDM 25, FDM 80 Chemie, Pharma, Kosmetik, Lebensmittel-nahe Anwendungen
Grauguss FDM 80 Große Fördermengen, robuste Industrieanwendungen

 

Anschlüsse / Adapter
Baureihe Druckstutzen Saugstutzen
FDM 07 3/4 NPTF 1/4 NPTF, G 1/4
FDM 12 1/2" NPT 1/2" NPT
FDM 25 G 1 oder Flansch 1" G 1 oder Flansch 1"
FDM 80 G 3 G 3
RFM 10 G 3/8 G 3/8
RFM 25 G 1 G 1
RFM 40 G 1 1/2 G 1 1/2

 

Leistungs- und Medienvergleich
Baureihe Förderdruck max. Feststoffgröße max. Viskosität max. Besonderheit
FDM 07 8,6 bar 1,6 mm 15.000 mPas Sehr kompakt, geringer Luftverbrauch
FDM 12 7 bar 2,4 mm 15.000 mPas Kunststoff- und Metallausführung
FDM 25 8 bar 3,2 mm 15.000 mPas G- oder Flanschanschluss
FDM 80 8 bar 9,5 mm 15.000 mPas Für sehr hohe Fördermengen
RFM 10 7 bar 2 mm 15.000 mPas Massivbauweise, FDA-Version verfügbar
RFM 25 7 bar 3 mm 15.000 mPas Für chemisch belastete Medien
RFM 40 7 bar 7,5 mm 15.000 mPas Große Feststofftoleranz in Massivbauweise

 

Ausführungen und Zertifizierungen
Serie Ausführung Charakteristik
FDM gespritzte Ausführung Vielseitige Standardbaureihe für Industrie, Chemie, Abwasser und Ex-Anwendungen
RFM Massivbauweise Dickwandiger Aufbau für hohe chemische Beständigkeit und Temperaturbelastung
FDM Ex Ex-Ausführung verfügbar Für leicht brennbare Medien und explosionsgefährdete Bereiche
RFM FDA FDA-Version verfügbar Für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an Werkstoffe und Mediensicherheit
RFM mit Klappventil optional verfügbar Für feststoffbelastete Medien und robuste Förderaufgaben

 

Massivbauweise oder gespritzte Ausführung?

Die Wahl zwischen RFM und FDM hängt von der Anwendung ab:

Die RFM-Serie in Massivbauweise eignet sich besonders bei hohen Ausgangsdrücken und Anforderungen an minimale Diffusion. Der dickwandige Aufbau ist nahezu diffusionsdicht und reduziert Passivkorrosion. Universelle chemische Beständigkeit durch ein Gehäuse im Werkstoff PTFE möglich. Verbundmembranen mit integriertem Metallkern sorgen auch bei hohen Drücken für Langlebigkeit.

Die FDM-Serie in gespritzter Ausführung bietet die größere Werkstoffvielfalt – von Kunststoff bis Metall – und höhere Förderströme bis 1.040 l/min. Ein integrierter Schalldämpfer sorgt für geräuscharmen Betrieb. In Verbindung mit FLUXTRONIC® und Hubzähler eignet sich die FDM auch für Dosierprozesse.

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