Worauf es beim Mischen ankommt
Vier Faktoren, die bei der Auslegung einer Mischlösung entscheidend sind.
Mischen: Methoden im Vergleich
Die wichtigsten Merkmale der drei FLUX-Mischlösungen im Überblick – für Auswahl und Vergleich.
| Merkmal | Schnellläufer | Langsamläufer | Misch-Fasspumpe F 426 |
| Umwälzleistung max. | 650 m³/h | 3.600 m³/h | - |
| Förderleistung max. | - | - | 240 l/min |
| Drehzahl | 750–1.500 min⁻¹ | ca. 70 min⁻¹ | abhängig vom Motor |
| Viskosität max. | 2.500 mPas | 10.000–12.000 mPas | 1.200 mPas |
| Feststoffanteil max. | 5 % | 10 % | - (inhomogene Medien) |
| Getriebe | - | ✓ | - |
| Behälter / Gebinde | IBCs, Tanks bis 4.000 l | Tanks bis 30.000 l Durchlaufanlagen | Kanister, Fässer (200 l), IBC |
| Mischflügel | Mehrere übereinander möglich | Verschiebbar / einklappbar | Im Pumpenrohr integriert |
| Mischen + Fördern in einem Arbeitsgang | - | - | ✓ (Stellhebel) |
| Ex-Schutz | - | - | ✓ F 426 S (II 1/2 G c IIB T4) |
| Ideal für | Niedrigviskos, kleinere Gebinde | Hochviskos, große Tanks | Mischen direkt im Fass beim Abpumpen |
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Alle Angaben abhängig von Ausführung, Medium und Motor. Förderwerte sind Prüfstandswerte (Wasser, 20 °C) – der praktisch erzielbare Förderstrom ist anwendungsabhängig kleiner. Details im jeweiligen Datenblatt. Für hochviskose oder scherempfindliche Medien (Fette, Pasten, Konzentrate) ergänzen Exzenterschneckenpumpen (VISCOFLUX, VISCOPOWER) das Programm.
Anwendungsberichte
Praxisbeispiele: So setzen Kunden FLUX-Systeme beim Mischen ein.
Mischen und Abfüllen von Kühlschmierstoffen
F 426, F 457-1 EL – Emulsionen homogenisieren und in Maschinenreservoirs abfüllen.
Abfüllen und Mischen von Pestiziden
Fasspumpe F 426, Kollektormotor F 457 – Mischen direkt im Fass und anschließend abfüllen.
Mischen und Fördern dünnflüssiger Öle
MINIFLUX Sanitary – Hygiene-konforme Förderung mit Misch-Effekt.
Häufige Fragen zum Mischen
Die Auslegung folgt drei Werten: Behältervolumen, Viskosität und gewünschte Umwälzrate (wie oft das Tankvolumen pro Stunde komplett durchmischt werden soll). Schnellläufer erreichen den 5- bis 20-fachen Stundendurchsatz, Langsamläufer den 10- bis 40-fachen. Faustregel: für homogenes Mischen dünnflüssiger Medien reicht der 5-fache Stundendurchsatz, bei viskosen Medien oder zur Vermeidung von Sedimentation mindestens der 20-fache. Bei komplexen Medien oder Durchlaufanlagen ist eine projektbezogene Auslegung sinnvoll.
Die F 426 ist eine Fasspumpe mit Stellhebel, die Mischen und Fördern in einem Arbeitsgang kombiniert: Im Mischbetrieb homogenisiert sie das Medium im Fass, bei Umlegen des Stellhebels wechselt sie ohne Stillstand in den Förderbetrieb und füllt direkt ab. Sie ist die richtige Wahl, wenn ein Medium direkt vor der Entnahme homogenisiert werden muss – typisch bei Farben, Lacken und 2-Phasen-Gemischen aus dem 200-Liter-Fass. Förderleistung bis 240 l/min, Viskosität bis 1.200 mPas. Für stationäres Mischen in IBCs oder Tanks ist ein Schnell- oder Langsamläufer effizienter.
Mischflügel, Wellen und Pumpen-Komponenten sind in PP, PVDF und Edelstahl erhältlich. Die Werkstoffwahl richtet sich nach der chemischen Beständigkeit gegenüber dem Medium – nicht nach der Viskosität. Hinweise liefert die FLUX Beständigkeitsliste. Bei aggressiven Medien (z.B. starke Laugen) ist PP oder PVDF in vielen Fällen besser als Edelstahl, bei brennbaren Lösemitteln im Ex-Bereich ist Edelstahl mit ATEX-Zertifizierung Pflicht (z.B. F 426 S, II 1/2 G c IIB T4). Falscher Werkstoff bedeutet Bruchgefahr und Sicherheitsrisiko.
Bei hochviskosen Medien mit Feststoffanteil – etwa Kalkmilch, Flockungshilfsmittel oder Schlamm-Suspensionen – ist die Umwälzrate entscheidend: Sie muss hoch genug sein, dass die Partikel in Schwebe bleiben, aber niedrig genug, um Flockenstrukturen nicht zu zerstören. Der Langsamläufer mit ca. 70 min⁻¹ und bis zu 3.600 m³/h Umwälzleistung erfüllt beide Anforderungen. Für Dauerbetrieb (z.B. Klärwerk) gegenüber Schnellläufern niedrigerer Verschleiß und Energieverbrauch. Verschiebbare oder einklappbare Rührwerke ermöglichen die Anpassung an wechselnde Füllstände.